Foodtrucks Report – Pasta Laster

© Pasta Laster

Foodtrucks in Erlangen und Umgebung kitzeln den Gaumen

Nachdem wir bei Backrezepte-Blog.de meistens über unsere eigenen Leckereien schreiben, ist es an der Zeit, auch mal in fremde Töpfe zu gucken und unseren Senf dazu abzugeben. Der Foodtrucks Report auf Backrezepte-Blog.de ist ein ganz persönlicher und gar nicht repräsentativer Testbericht über das Angebot diverser Foodtrucks in Franken. Genauer: in der Region Nürnberg, Fürth und Erlangen. Vor allem Erlangen, weil ich als beruflicher Anrainer des Röthelheim-Viertels im Erlanger Osten immer wieder in den Genuss unterschiedlicher Angebote von Foodtrucks komme, die regelmäßig bei uns Ihre Zelte für einen Tag aufschlagen. Mich zieht es dann mindestens ein mal pro Woche hinaus zu den Lagerplätzen der kulinarischen Nomaden und lasse mich überraschen, was es Neues auf den Gaskochern und Elektrogrills gibt. Los geht’s mit der ersten Rollkantine.

Und schon hab ich was rumzumäkeln. Was in der fränkischen Mundart als Name gesprochen und gehört wird, spiegelte sich zu meiner Enttäuschung nicht in der Schriftform wieder: Ich höre „Basda Lasda” und suche den Truck mit gleichnamiger Aufschrift. Ich war mir natürlich im Klaren, dass da im schönsten Hochdeutsch „Pasta Lasta” stehen würde und ich somit mein Ziel eigentlich erspähen könnte. Aber nein! Was muss ich lesen? Da stand:

Pasta Laster

Foodtrucks in Erlangen: Pasta Laster

Für 15 Euro zu erstehen: ein kultivierter Keramik-Becher für die Nudel-to-go (© Pasta Laster)

Mit einem E und einem R am Ende. Also damit kann doch keiner rechnen! Vielleicht hätte ich ja auch noch „Paster Laster” durchgehen lassen, aber andererseits weiß ja niemand so genau, was ein Paster ist, geschweige denn, ob man das auch essen kann. Aber gut, dann heißen die halt Pasta Laster. Meinetwegen

Nicht ganz sicher, ob ich hier wirklich richtig bin, trat ich näher und zum Glück hat mein Nasen-Navi ganz klar gemeldet, ich hätte mein Ziel erreicht. Es duftete recht lecker nach Parmesan, Gewürzen und Knoblauch und auch die Dekofolie in Nudelgestalt auf dem Lack des Foodtrucks ließen bereits Hoffnung und vor allem Hunger aufkeimen. Außerdem stand der Foodtruck genau dort, wo er auch angekündigt war, nämlich auf dem Parkplatz vor Spirit Link Medical im Röthelheim Park.

Da ich recht frühzeitig dort war, musste ich auch nicht warten und konnte sogleich die mir noch unbekannte Menü-Tafel studieren. Wie so oft bei Foodtrucks, muss man sich erst ein mal mit der kreativen Namensgestaltung der Gerichte vertraut machen. Was ist denn jetzt ein „Cabbo“, ein „Bollo“, ein „Goggo“ oder ein „Muhberry“? Ok, „Knobi“ ist klar, „Parmesan“ konnte ich mir auch übersetzen. Aufklärung: Cabbo ist die Pasta a la Carbonara-Variante und erleichtert so dem hungrigen Franken die Aussprache und somit die Bestellung enorm. Genauso steht’s mit Bollo für Bolognese und Goggo wird als Gorgonzola-Sauce dechiffriert. Ganz besonders unterhaltsam fand ich das „Veggi Pfannerl“, welches man auch mit Rindfleisch bekommen kann Fehlt nur noch das vegane Schäuferla.

Pasta-Gericht Muhberry vom Foodtruck

Muhberry – lecker, aber nicht da (© Pasta Laster)

Aber was, verdammt noch mal, ist dieses Muhberry? Da stand: Rindfleisch, Rotweinsauce, Rucola und Preiselbeeren. Jawoll, genau das will ich! Ach so, ist heute nicht da? Stimmt, der Tafeleintrag war mit einem schüchternen, halb verwischten blauen Strich als entwertet klassifiziert – schade (ein Stern Abzug). Aber kein Beinbruch, denn wir Franken sind ja bekannt für unsere Flexibilität und Offenheit. Daher entschied ich mich ganz spontan für das Cabbo, weil Knobi geschäftsfeindlich und Gorgonzola widerlich ist. Das mögen andere anders sehen, aber jetzt schreib nun mal ich hier.

Nette Leute vom Foodtruck Pasta Laster in Erlangen

Die Besatzung des Foodtrucks „Pasta Laster“ – going boldly, where no pasta went before … (© Pasta Laster)

Dann ging’s los: während ich mit dem netten (1. Stern) Waggon-Führer des Foodtrucks ein Schwätzchen hielt und wir letztendlich trotzdem nicht rausfinden konnten, wo er mein Gesicht schon mal gesehen hätte, schwang die Maîtresse de Cuisine eifrig Pfanne und Kochlöffel und die Zutaten wurden frisch ineinander gebrutzelt und binnen weniger Minuten (2. Stern) an den Inhaber und routinierten Becherbefüller des Foodtrucks übergeben. In einem wirklich anständig befüllten Großraumbecher (3. Stern) samt Deckel, Esswerkzeug und Papiertüte bekam ich nun mein Mittagessen überreicht und ich schleppte es eiligst vom Foodtruck in meine Firmenküche, wo ich schon ganz gespannt, und umringt und beneidet von meinen Kollegen (jetzt übertreibe ich ein wenig, um der Dramatik willen), den Deckel des Behältnisses lüftete und zaghaft den ersten Bissen in den Mund beförderte. Ja, das ist eindeutig Carbonara. Und die Nudeln schmecken auch selbstgemacht, was in diesem Fall positiv gemeint ist. Ei, Speck, Zwiebeln und Gewürze sind sehr schön auf einander abgestimmt (4. Stern), und wie bereits erwähnt, ist die Portion auch groß genug, um auch mal zwei meiner Kolleginnen satt zu kriegen (5. Stern). Für mich hat’s auch genau gepasst. Einzig ein wenig Salz hat gefehlt, aber das mag auch weise Voraussicht der Köchin sein, denn nachsalzen kann man ja immer, aber ohne Umkehr-Osmose-Apparat kriegt man zuviel Salz nur ganz schlecht wieder aus den Nudeln raus.

Resümé

Das Gericht „Cabbo” des Foodtrucks Pasta Laster überzeugt durch frische Zutaten, schnellen und freundlichen Service und als Mahlzeit, die vielleicht nicht vom Materialwert, aber wohl durch Qualität und Portionsgröße ihre 6 Euro wert ist. Eigentlich wollte ich ja das Highlight „Muhberry“ testen, was mit 7,50 Euro das teuerste Gericht ist, aber da ich ganz bestimmt wieder zum Pasta Laster Foodtruck gehen werde, gibt es diesen Bericht ein anderes mal.

In der Gastronomie wurden ja schon immer Sterne vergeben und seitdem der Online-Bürger durch Amazon & Co. einer Sterne-Bewertung mehr glaubt, als der Stiftung Warentest, bleibe ich bei diesem vertrauten System und verleihe 5 Sterne minus 1 Stern, weil ich mein Wunschgericht nicht bekommen konnte, also

4 Sterne für den Foodtruck „Pasta Laster“

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— Ein Testbericht von Frank

Alle Bilder © Pasta Laster

Die Bewertungen und Beschreibungen in diesem Artikel erheben keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit und Korrektheit. Kritische Bemerkungen repräsentieren den persönlichen Geschmack und die Erfahrungen des Autors und sind nicht repräsentativ.

[Foodtrucks]

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Über Frank (7 Artikel)
<p>Frank ist seit ca. 18 Jahren Grafik- und Webdesigner und hauptberuflich in einer Werbeagentur als Senior Art Director tätig. Er ist bei Backrezepte-Blog.de zuständig für Technik, Design und Fotografie und hin und wieder schreibt er auch mal einen Artikel. Darüber hinaus produziert er elektronische Ambient- und Chillout-Musik und betreibt den Musik-Review-Blog darage-bang.com … Seine wichtigste Funktion sieht Frank allerdings im Testen der leckeren Cupcakes von Bärbel ;-)</p>

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